Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

Feuerwehrhaus wird zur Feuerwache

 

Gruppenbild am Sonntag Früh im Morgennebel

 

 

 

Zu den absoluten Höhepunkten im Übungsdienst der Jugendfeuerwehr gehört der Berufsfeuerwehrtag, zu dem die jungen Kameraden und Kameradinnen alle zwei Jahre für 24 Stunden das Feuerwehrhaus ständig besetzen und somit zur Feuerwache erheben. Voller Vorfreude und gespannt, was sie wohl erwarten wird, versammelten sich 19 junge Brandschützer und  junge Brandschützerinnen am Samstag um 16.00 h zur Begrüßung durch den Jugendfeuerwehrwart Sebastian Ziegler und Wehrführer Thomas Kling im Feuerwehrhaus. Auch Thomas Petrausch der stellv. Gemeindebrandinspektor war gekommen um die Kinder zu begrüßen und ihnen viel Spaß für die nächsten Stunden zu wünschen.

Bei einer Berufsfeuerwehr ist es üblich zu Dienstbeginn die Verteilung auf die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge sowie die anstehenden Aufgaben zu verlesen. Für die nächsten 23 Stunden war es nun die Aufgabe der Jugendlichen sich um die zugewiesen Funktionen auf einem Löschzug zu kümmern. Ein Löschzug bestand am Berufsfeuerwehrtag aus einem Mannschaftstransportwagen (als Führungsfahrzeug), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 ( HLF 20), einem Löschgruppenfahrzeug 8/6 ( LF 8/6 ) und einem Gerätewagen Logistik ( GW-L) Die Jugendlichen nahmen folgende Funktionen auf den Fahrzeugen war: den Fahrzeugführer, den Angriffstrupp, den Wassertrupp, den Schlauchtrupp, den Melder sowie den Zugführer und den Führungsassistenten. Im Feuerwehrhaus mussten von den Jugendlichen auch noch Arbeiten wie z. B. Kochen, Einkaufen, aufräumen und  Fahrzeugreinigung übernommen werden. Sie wurden dabei auch durch Aktive der Einsatzabteilung unterstützt. Nach der Einteilung ging es, genau wie bei einer Berufsfeuerwehr sofort mit der Fahrzeugüberprüfung und die Überprüfung der Gerätschaften los. Kaum war diese wichtige Aufgabe erfüllt, ertönte das erste Mal der Alarmgong durch das Feuerwehrhaus, mit anschließender Durchsage: “Wirtheim, hinter dem Bürgerhaus, Brennt Müllcontainer, Einsatz für das Löschgruppenfahrzeug  8 / 6.“ Sofort besetzen die eingeteilten jungen Brandschützer ihre Plätze im Feuerwehrauto, um den gemeldeten Brand des Containers zu löschen. Dabei war das Ziel eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Noch während des Einsatzes am Containers, ging ein weiterer Alarm ein: „Baum auf Straße im Kasselgrund, Einsatz für das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20“, lautete der Einsatzauftrag. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich noch eine Person, gespielt von einer Puppe unter dem Baum befindet und eingeklemmt ist. Der Gruppenführer musste hier entscheiden wie er mit seiner Mannschaft die Puppen rettet. Es wurde sich für den Einsatz der Hebekissen entschieden. Dadurch konnte die eingeklemmte Person befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Bevor das gemeinsame Abendessen eingenommen werden konnte, musste noch ein ausgelöster Heimrauchmelder überprüft werden, der sich allerdings als Fehlalarm rausstellte. Auch Bürgermeister Manfred Weber ließ es sich nicht nehmen bei der Jugendfeuerwehr in Nord vorbei zu schauen. Weber lobte das Engagement der Jugendlichen, wünschte ihnen viel Spaß und Dankte den Jugendwarten und Betreuern in seinen Grußworten während des Abendessens.

 

Aus der geplanten Freizeit, bei der Feuerwehr redet man von Bereitschaftszeit, welche nach Dienstplan vorgesehen war, wurde allerdings nichts. Eine Person musste aus einer Zwangslage befreit werden, ein angenommener Scheunenbrand konnte erst am späten Abend abgeschlossen werden. Hier mussten die Jugendlichen eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke aufbauen, da sich die Scheune außer Orts befand. Im Feuerwehrhaus war vor der verdienten Bettruhe noch Aufräumen und Reinigungsdienst angesagt, nach einer kurzen Nacht ertönte kurz vor 06.00 Uhr der Alarmgong und das Alarmlicht ging an: Vollalarm für die Jugendfeuerwehr Biebergemünd Nord. „Richard Acker Hütte in Wirtheim, Amtshilfe für die Polizei, Vermisste Person, ertönte es aus den Lautsprechern in den Schlafräumen, “es rückt aus der Löschzug!“

 

Nachdem die Person im morgendlichen Nebel nach ca. 1 Stunde mit leichter Unterkühlung aufgefunden wurde, war nach dem gemeinsamen Frühstück Dienstsport angesagt, Feuerwehrleute müssen fit sein,  anschließend wurde bis zum Mittagessen, der obligatorische Ausbildungsdienst absolviert. Hier kamen zwischendurch noch 3 weitere Übungsalarme:  Tierrettung im Bornweg, Heckenbrand am Sportplatz in Kassel sowie die Anforderung der Wärmebildkamera  lauteten die Einsatzstichworte an die jungen Kameraden und Kameradinnen. Die große Abschlussübung des diesjährigen Berufsfeuerwehrtags fand an der Wirtheimer Mühle statt, wo ein Verkehrsunfall mit einem Traktor und einer eingeklemmten Person angenommen wurde. Nach dem Mittagessen wurde noch bei einigen jungen Brandschützer die Jugendflamme Stufe 1 abgenommen, hier mussten die Stationen Notruf, Knoten und feuerwehrtechnische Aufgaben bewältigt werden. Alle Prüflinge haben diese Prüfung mit Bravour gemeistert. Nach der Abschlussreinigung der Fahrzeuge und des Feuerwehrhauses ging wieder ein toller und ereignisreicher Berufsfeuerwehrtag mit der Verabschiedung zu Ende. Ein ganz großer Dank wurde allen Jugendfeuerwehrwarten, Betreuern und Helfern für die Unterstützung und Hilfe, bei Vorbereitung und Durchführung, dieser wichtigen Aufgabe zur Nachwuchsförderung, ausgesprochen.

Wer nun Interesse an der Jugendfeuerwehr oder der Feuerwehr gefunden hat und gerne mitmachen möchte der kann sich gerne mal an unseren Übungsabenden informieren, ganz unverbindlich und kostenlos.

Jugendfeuerwehr in Biebergemünd Nord, donnerstags ab 18.30 Uhr, ab 10 Jahre und

Einsatzabteilung in Biebergemünd Nord, montags ab 20.00 Uhr, auch für Quereinsteiger.

Komm in ein starkes Team: FEUERWEHR!